DIY: Selbstgenähtes T-Shirt mit Plotter pimpen

Werbung*: Halte deine Tassen, Kosmetiktaschen und T-Shirts fest. Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Plotters und damit steht mir eine völlig neue Welt des Selbermachens offen. Ab sofort werde ich alles bekleben, bedrucken und beschneiden, was mir – oder besser gesagt meinem neuen Baby namens Brother CM600 Scan-N-Cut  – unterkommt.

Für alle, die noch nie etwas von einem Plotter gehört haben: Es handelt sich dabei um eine Art Drucker, der schneiden kann. Aber nicht dieses megagroße Teil das in Copyshops rumsteht. Nein, ein kleiner handlicher Schneiderplotter, mit einer Gestaltungsfläche von 30×30 cm, der sich ganz hübsch in deinem Nähzimmer macht.

Nach meiner ersten Anfall mit akuter Plottermanie (ich wollte meine komplette Garderorbe mit lustigen Sprüchen beplotten), hat sich auch gleich die Realität gemeldet. Denn vor meinem ersten Plott, musste ich mich ein bisschen in die Materie einlesen. Welche Folie gibt es für was? Wie ist das mit dem Spiegeln? Und wie kommt eigentlich das Motiv auf das selbstgenähte T-Shirt?Fragen über Fragen, die ich in der heutigen Anleitung beantworten werde. Damit nix schief geht, habe ich zum Start ein kleines, süßes Motiv gewählt. Ich habe meine Palme selbst  gezeichnet, du kannst aber natürlich auch eine Vorlage verwenden.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachmachen und sei gewarnt: Nach Lesen dieser Plott-Anleitung willst du bestimmt auch so ein Teil zu Hause haben.

So geht´s: T-Shirt beplotten

Du benötigst für das Beplotten deines T-Shirts folgendes Material :

– Plotter (ich habe das Modell Brother CM600 Scan-N-Cut Schneideplotter, weil das auch scannen kann)
– Passende Folie (ich habe Flexfolie genommen, die ich bei der Stoffschwester gekauft habe)
– T-Shirt das du bedrucken möchtest (meines ist nach dem Schnittmuster #swag in Größe L aus diesem Baumwolljersey selbst genäht)
– Papierschere
– Bügeleisen
– Packpapier
– Pinzette
– Bleistift
– Schwarzer Stift
– Papier
Vorbereitung: Dein selbstgenähtes Shirt sollte vorgewaschen sein, damit sich der Stoff im Nachhinein nicht verzieht und schön bleibt.

1. Motiv zeichnen
Gestalte dir aus deinem Wunschbild eine geeignete Scanvorlage, oder wähle aus den Vorgaben von Scan N Cut direkt ein paar Motive aus. Ich habe mich für eine Palme (weil Sommer und so) entschieden. Beim Zeichnen solltest du dir auch schon überlegen welchen Bereich der Drucker ausschneiden soll und welchen eben nicht. 

Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich mein Motiv relativ groß gezeichnet. Die Größe kann ich im Nachhinein zwar ganz easy ändern, ich wollte es dem Scanner (und damit auch mir) aber so leicht wie möglich machen. Zusätzlich habe ich meine Skizze mit schwarzem Stift nachgezeichnet. 2. Motiv scannen und vorbereiten
Die Zeichnung wurde dann auf die mitgelieferte Matte platziert und mit dem Befehl „Scannen“ eingescannt. Nachdem meine gezeichnete Palme vom Plotter ausgespuckt wurde, konnte ich das Motiv in der Voransicht des Plotters auf die gewünschte Größe anpassen und auch eine geeignete Platzierung auf der Folie wählen.
Wichtig: Damit die Palme 1:1 so aussieht wie auf der Zeichnung, musst du dein Motiv noch spiegeln (was ich Depp dann vor lauter Fotografieren vergessen habe). Bei meiner Palme macht es eigentlich keinen Unterschied, wenn du aber einen Schriftzug verwendest, darfst du diesen Schritt auf keinen Fall vergessen.

3. Auf Folie plotten
Bevor es mit dem Plotten losgeht, empfehle ich dir (und auch der Hersteller) einen Testdruck. So kannst du schauen, dass der Plotter richtig schneidet und dein Motiv die richtige Größe hat.

Wenn alles in Butter ist, also alle Einstellungen passen, dann kannst du mit dem Plotten (Ausschneiden) beginnen. 4. Motiv entgittern
Jetzt nimmst du die Folie aus dem Plotter und schneidest dir das Motiv mit der Schere einmal grob aus. Danach ziehst du die weitere Folie ab, sodass nur noch das Motiv auf der Transferfolie übrig bleibt. Diesen Vorgang nennt man im Fachjargon „entgittern“ aber nagelt mich nicht fest, ich bin neu auf diesem Gebiet. Auf jeden Fall solltest du schauen, dass dein Teil ganz bleibt, während die restliche Folie entfernt wird. Hier kannst du auch eine Pinzette, oder passendes Zubehör verwenden, dann geht es ein bisschen leichter von der Hand.
5. Aufbügeln
Jetzt kannst du schon dein Motiv aufbügeln. Der Tipp von der Stoffschwester: Nie ohne Folie und auf dem Boden bügeln. Also nicht direkt am Boden, sonder mit Bügelauflage. Der Vorteil am Boden liegt daran, dass das Bügeleisen ganz fest auf das T-Shirt gedrückt werden kann.

Aber zurück zum Wesentlichen: Folie platzieren, Backpapier drüber und mit dem Bügeleisen für 10 Sekunden pressen. Danach die Transferfolie (dieses durchsichtige Teil) abziehen und nochmals unter Schutz von Backpapier für 5-10 Sekunden fixieren.6. Fertig
So schnell kann es gehen und dein erstes beplottetes T-Shirt ist fertig. Was mich am meisten freut, dass ich für das Plotten keinen Computer brauche. Bei mir steht der Laptop zwar im selben Zimmer, aber es ist doch leichter, wenn man alles direkt am Plotter machen kann.

Das Motiv habe ich mir auch auf dem Plotter sowie USB Stick gespeichert. So kann ich meine Palme beliebig oft in unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlicher Folie verwenden. 

Jetzt stelle ich mir nur noch die Frage, wie ich es bis jetzt ohne Plotter ausgehalten habe? Ich bin innerhalb kürzester Zeit ein totaler Fan geworden. Stell dir vor, ich kann damit alles von meinem Sohn beschriften, oder meine Handletterings auf Tassen oder Gläser anbringen sowie jedes T-Shirt mit coolen Sprüchen oder feschen Motiven aufpimpen.

Hach, so viele Ideen und so wenig Zeit, aber ich bin mir sicher, dass das nicht das letzte Tutorial dazu war. Mein Plotter und ich sagen „we will be back“.

Wenn du auch Lust bekommen hast, deine Outfits mit einer Palme zu pimpen, kannst du dir hier die Datei runterladen. Einfach die Daten ausfüllen, dann bekommst du eine E-Mail mit der Plotterdatei.

* Der Plotter wurde mir von Shopty.com zur Verfügung gestellt.

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