DIY: Sonnencreme selber machen

DIY Sonnencreme selber machen Wie du weißt bin ich ein Fan von DIY, auch im Beautybereich. Auf meinem Blog habe ich dir bereits meine Experimente mit Gesichts- und Haarmasken sowie Peelings aus natürlichen Zutaten gezeigt. Dass es auch möglich ist, sich seine eigene Sonnencreme zu machen, ist mir allerdings neu. Und alles was Neu ist muss ich natürlich gleich austesten.

Auf die Idee hat mich übrigens die liebe Veronika von Lichtblick gebracht. Bei ihr kannst du in Workshops lernen Naturkosmetik selbst herzustellen. Nachdem ich seit Jahren die App Toxfox verwende und mittlerweile auch bei industriell hergestellter Sonnencreme bezüglich der Inhaltsstoffe skeptisch bin, habe ich mich sehr gefreut als mich Veronika in ihre „Hexenküche“ eingeladen hat.

Gemeinsam haben wir eine für mich passende Sonnenlotion gemixt. Denn die ätherischen Öle, die die Creme noch verfeinern, werden je nach persönlichen Vorlieben ausgewählt. Wobei ich ja gestehen muss, dass ich mehr fotografiert und an den Ölen geschnuppert, und Veronika mehr gearbeitet hat.

Bevor ich dir jetzt verrate, wie wir die Sonnencreme angerührt haben muss ich vorweg sagen, dass der Sonnenschutz kein Sunblocker ist. Der Lichtschutzfaktor, der durch die natürlichen Öle erreicht werden kann, liegt bei circa drei bis vier. Ich verwende die Lotion daher wenn ich im Schatten liege, oder in den Abendstunden wenn die Sonne nicht mehr so stark ist. DIY Sonnencreme selber machen

So geht´s: Sonnencreme selber machen

Du benötigst für deine selbstgemachte Sonnencreme folgende Zutaten:

Für die Fettphase:
– 20 mg Arganöl
– 15 mg Jojobaöl
– 5 mg Sanddornöl
– 14 mg Kakaobutter
– 2 mg Bienenwachs
– 4 g Fluidlecithin super (als flüssiger Emulgator)

Für die Wasserphase:
– 60 ml Rosmarinwasser
– 2 g Emulprot als Emulgator
– 1 g Elastin

– 2 Tropfen Sandelholz (ätherisches Öl)
– 8 Tropfen Orange (ätherisches Öl)
– 3 Tropfen Eukalyptus (ätherisches Öl)
– 3 Tropfen Rosmarin (ätherisches Öl)

Vorbereitung: Nachdem es sich hier um Naturkosmetik handelt, sind auch keine zusätzlichen Konservierungsstoffe enthalten. Je sauberer du arbeitest, desto länger wird deine Lotion halten. Laut Veronika riecht es komisch, wenn die Creme abgelaufen ist. Um die Haltbarkeit aber möglichst hinauszuzögern wird die Sonnenlotion in den Kühlschrank gestellt. Wenn du deine Creme an den Strand oder in das Schwimmbad mitnimmst, dann leg sie immer in die Tasche oder in den Schatten bzw. bei Möglichkeit in eine Kühlbox. Zusätzlich ist es wichtig, dass alle Gerätschaften und Gefäße mit Alkohol desinfiziert sowie die Hände sauber gewaschen werden. Dann kann es auch schon losgehen.

1. Öle vermischen und erhitzen
Die verschiedenen Öle werden in einem Behältnis zusammengemischt. Verwendet haben wir Arganöl, Jojobaöl und Sanddornöl. Das Sanddornöl ist übrigens für die orange Farbe verantwortlich und auch das wertvollste (teuerste) Öl, weshalb davon nur sehr wenig verwendet wird.
DIY Sonnencreme selber machen Nachdem du die drei Hauptöle in der richtigen Menge vermischt hast, fügst du nun die Kakaobutter (übrigens fair produziert), das Bienenwachs sowie das Fluidlecithin super hinzu und erwärmst die Mischung. Wenn du ein Laborglas hast, kannst du das direkt auf die Herdplatte stellen. Ansonsten erhitzt du die Mischung am besten in einem Wasserbad. Es sollte nicht kochen, sondern so heiß werden, dass sich alles verflüssigt, das Glas aber noch angegriffen werden kann. Die Temperatur liegt dabei so um die 60 Grad.DIY Sonnencreme selber machen DIY Sonnencreme selber machen 2. Wasserphase vermischen
Bei unserer Sonnencreme handelt es sich um eine „Öl in Wasser“ Lotion. Frag mich jetzt bitte nicht, was das genau bedeutet. Aber ich nehme an, dass die Ölmischung ins Wasser kommt. Klingt logisch, oder?

Das Rosmarinhydrolat wird jetzt ebenfalls auf ca. 60 Grad erhitzt. Emulprot und Elastin werden dazugegeben und so lange hochtourig gerührt bis die Mischung eine cremige Konsistenz hat. Dann kommt die Ölmischung portionsweise dazu während immer weiter gerührt wird, bis sich alles verbunden hat.

Wir (okay, es war Veronika) haben das mit einem speziellen Rührstab aus dem Kosmetikbedarf gemacht. Zu Hause kannst du auch einen einfachen Stabmixer nehmen. Durch die Emulgatoren beginnt die Mischung zu schäumen und die Sonnencreme erhält diese lotionartige Konsistenz. Außerdem sorgen die Emulgatoren dafür, dass die fetten und wässrigen Bestandteile verbunden werden und auch bleiben. Ohne Emulgatoren würde die Lotion nach kurzer Zeit aussehen wie eine Salatmarinade wo unten das Wasser schwimmt und oben die Fettaugen liegen. Wieder etwas gelernt.
DIY Sonnencreme selber machen DIY Sonnencreme selber machen 3. Ätherische Öle hinzufügen
Zum Schluss, wenn die Lotion noch nur noch lauwarm ist, rührst du je nach Geschmack ätherische Öle ein. Diese sorgen für einen angenehmen Duft und deine persönliche Note. Nachdem ich einen sommerlich, frischen Geruch haben wollte habe ich mich für Orange, Sandelholz, Eukalyptus und Rosmarin entschieden. Insgesamt 15 Tropfen können dazugeben werden und du kannst drei bis vier verschiedene Öle auswählen. Aber aufpassen, hier jetzt nicht zu dufteuphorisch werden: Keinesfalls solltest du mehr ätherisches Öl verwenden, weil es bei Überdosierung zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen kann.DIY Sonnencreme selber machen So, jetzt wird noch alles in ein hübsches Gefäß abgefüllt (am besten lichtdicht) und fertig ist dein selbstgemachter Sonnenschutz. Nachdem es letztes Wochenende schon so sonnig war, habe ich die Sonnenlotion gleich getestet. Sie fühlt sich angenehm auf der Haut an und zieht vor allem sehr schnell ein. Was mich am meisten begeistert, ist die Tatsache dass kein lästiger Fettfilm auf der Haut bleibt. Aufgrund der orangen Färbung durch das Sanddornöl, solltest du dich allerdings nicht direkt nach dem Eincremen auf ein weißes Handtuch legen. Es sei denn du hättest gerne ein Muster von deinem Popsch  oder anderen Körperteilen auf dem Handtuch ;-).DIY Sonnencreme selber machen Zum Schluss noch ein wichtiger Tipp von Veronika: Du solltest deine Sonnencreme unbedingt beschriften und mit Datum versehen. Mit der Zeit kann es nämlich sein, dass du dein unbeschriftetes Gefäß nicht mehr richtig zuordnen kannst.

Wer jetzt Lust zum Selbermachen bekommen hat, sollte unbedingt auf der Webseite von Veronika vorbeischauen. Dort findest du alle Infos zu den Workshops, wo du unter anderem deine persönliche Sonnencreme herstellen kannst.

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