Die Fashiontamtam Kollektion zum Nachnähen

I have a dream. Und dieser Traum lässt mich nicht mehr los. Denn eigentlich ist es nicht nur ein Traum, son­dern um es the­atralisch auszu­drück­en, eine Vision. Die Vision von mein­er eige­nen Kollek­tion, die ich hier auf dem Blog designe und zum Nach­nähen veröf­fentliche. Und weil ich mir geschworen habe, nicht mehr so viel zu träu­men, son­dern mehr umzuset­zen wird 2017 das Jahr in dem meine Kollek­tion namens #ootd (out­fit of the day) entste­hen wird.

Jedes Monat widme ich mich einem Basic-Klei­dungsstück und nehme dich auf den Weg vom ersten Entwurf zum fer­ti­gen Teil mit. Am Endes des Jahres ist der Kas­ten dann hof­fentlich voll mit selb­st­gemacht­en Klei­dungsstück­en und leer von Fehlkäufen und Massen­ware. Und das beste daran? Ich plaud­ere aus dem Nähkästchen und ver­rate dir in Form von Näh­tu­to­ri­als wie du alle Teile aus mein­er Fash­ion­tam­tam Kollek­tion nach­nähen kannst.

10 Kollektionsteile in 12 Monaten

Inner­halb eines Jahres entste­hen also zehn Kollek­tion­steile — vom Pullover hin bis zum Som­merkleid von der Hose bis zum Rock. Welche einzel­nen Teile ich genau nähen möchte, ste­ht noch nicht ganz fest, denn in diesem Fall ist der Weg das Ziel. Was ich aber jet­zt schon weiß,  dass die einzel­nen Teile untere­inan­der kom­binier­bar sind und ein­fach nachzunähen sein wer­den.

Ich kann mich näm­lich noch sehr gut an die Zeit erin­nern, als die Begriffe “Stoff­bug, Beleg und Ver­säu­berungsnaht” Fremd­wörter für mich waren und ich an meinen DIY-Pro­jek­ten verzweifelt bin. Nicht ein­mal die Mama am Tele­fon kon­nte mir erk­lären, wie die easy Bluse aus dem bur­da Heft richtig aufeinan­dergesteckt wird. Geschweige denn wie ein Reißver­schluss einge­set­zt wird.

Mit­tler­weile habe ich das zwar gel­ernt, aber auf­grund großer Ungeduld ver­liere ich oft die Freude an lang­wieri­gen Näh­pro­jek­ten. Deswe­gen wird bei mein­er Kollek­tion auf kom­plizierte Details soweit wie möglich verzichtet. Ein­fache Ver­ar­beitung und sim­ples Design, das ist das Geheim­nis dahin­ter. Per­fekt für Nähan­fänger, Min­i­mal­is­mus­lieb­haber und Ungeduldige wie mich.

Weniger ist mehr

Seit mehreren Jahren ist die Idee der Fash­ion­tam­tam Kollek­tion im Kopf, weil ich damit hadere, dass ich zu viel Klei­dung besitze, und einiges davon gar nicht trage oder nicht miteinan­der kom­binieren kann. Durch das Sel­ber­ma­chen beschäftige ich mich damit, was ich wirk­lich brauche und was mir ste­ht, bzw. auf welche Klas­sik­er ich nicht verzicht­en kann.

Ein zweit­er und vielle­icht noch wichtiger­er Grund für meine eigene Kollek­tion bet­rifft die Bedin­gun­gen unter denen Klei­dung pro­duziert wird. Im Beitrag zum Fash­ion Rev­o­lu­tion Day habe ich es auch schon gesagt: Wir tra­gen Gewand das unter schlimm­sten Umstän­den hergestellt wird und freuen uns wenn wir für ein T‑Shirt nur fünf Euro zahlen. Das an diesem Sys­tem etwas nicht stimmt, ist offen­sichtlich.

Ich habe das Glück mir meine Klei­dung sel­ber nähen zu kön­nen. Dieses Priv­i­leg nutze ich jet­zt und mache bei diesem Bil­lig­pro­duk­tion­sspiel nicht mehr mit. Natür­lich kann ich nicht von heute auf mor­gen mein Gewand im Kas­ten nur durch Selb­st­genäht­es erset­zen, aber ver­suchen kann ich es doch zumin­d­est, oder?

Aus Alt mach Neu

Weil ich nicht meinen ganze Garder­obe über den Haufen wer­fen bzw. weg­w­er­fen mag, werde ich zusät­zlich auch Teile aus mein­er beste­hen­den Garder­obe upcyceln. Ganz im Stil des Kimonos, den ich aus Papas altem Her­ren­hemd gemacht habe.

Beim let­zten Aus­mis­ten habe ich schon einen ganzen Sack voller Klei­dungsstücke gesam­melt, die nur darauf warten aufgepeppt zu wer­den. Ich möchte auf jeden Fall irgen­det­was mit Glock­enärmel und ein Jean­srock aus ein­er alten Jeans machen.

Wie du siehst, die Ambi­tio­nen sind groß. Aber so ist das mit den Träu­men. Ich befolge nur brav die Sprüche, die ich auf Pin­ter­est unter dem Board “Moti­va­tion” gesam­melt habe. Erstens “dream big” und zweit­ens “Don´t dream it, do it”. In diesem Sinne auf ein span­nen­des Jahr und viel Tam­tam mit mein­er eige­nen #ootd Kollek­tion.

 

 

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